
Funktionsweise der Ultraschallreinigung
Die Ultraschallreinigung basiert auf der Erzeugung hochfrequenter Schwingungen im Reinigungsmedium. Diese Schwingungen (z. B. 25, 40 oder 80 kHz) erzeugen im Flüssigkeitsbad sogenannte Kavitation.
Durch schnelle Druckwechsel entstehen dabei mikroskopisch kleine Gas- bzw. Dampfbläschen. Diese wachsen in den Unterdruckphasen und implodieren in den darauffolgenden Überdruckphasen schlagartig. Beim Zerplatzen der Bläschen entstehen lokal hohe Druckspitzen und Mikroströmungen direkt an der Bauteiloberfläche. Diese Energie löst Verschmutzungen wie Öle, Fette, Partikel oder Rückstände – auch aus Bohrungen, Hinterschneidungen und schwer zugänglichen Bereichen.
Einfluss der Frequenz
Die Ultraschallfrequenz bestimmt die Größe und Intensität der Kavitationsblasen:
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25 kHz: größere Blasen, hohe Implosionsenergie, intensive Reinigungswirkung für grobe oder hartnäckige Verschmutzungen
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40 kHz: ausgewogenes Verhältnis, universell einsetzbar
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80 kHz: kleinere Blasen, feinere und gleichmäßigere Wirkung, ideal für empfindliche Bauteile und feine Strukturen
Niedrige Frequenzen arbeiten kraftvoller, höhere Frequenzen feiner.
Optimales Zusammenspiel der Prozessparameter
Ein effizientes Reinigungsergebnis entsteht durch das abgestimmte Zusammenspiel von:
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Reinigungsmedium – unterstützt die Schmutzablösung chemisch und überträgt die Ultraschallenergie
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Temperatur – verbessert die Reinigungswirkung und beeinflusst das Kavitationsverhalten
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Ultraschallfrequenz und -leistung – bestimmen Intensität und Feinheit der Reinigung
Nur wenn diese Faktoren optimal aufeinander abgestimmt sind, entsteht ein stabiler, reproduzierbarer und prozesssicherer Reinigungsablauf.
Ihre individuelle Reinigungslösung
Gerne unterstützen wir Sie bei der Auslegung der optimalen Reinigungsparameter für Ihren spezifischen Anwendungsfall. Kontaktieren Sie uns unverbindlich – wir beraten Sie individuell und entwickeln gemeinsam mit Ihnen die passende Reinigungslösung für Ihre Anforderungen.
